Spenden Hochwasser 2021 – so können Sie helfen

Das Hochwasser 2021 in Deutschland erreicht immer mehr Gebiete. Mittlerweile sind neben Nordrhein Westfalen und Rheinland Pfalz auch Teile Bayerns, Hessens, und auch wieder die Sächsische Schweiz betroffen. Das Fundraiser-Magazin hat seine Hilfe-Seite Flutspenden.de für seriöse Spendenkonten wieder reaktiviert. So sind Spenden sicher.

Andauernde Regenfälle und heftige Unwetter haben in den letzten Tagen im Westen Deutschlands Zerstörung hinterlassen. Auch in Bayern, Hessen und der Sächsischen Schweiz verschärft sich die Hochwasserlage. Viele Hilfsorganisationen sind seit Beginn der Extremwetterlage im Einsatz, um Hilfe zu leisten. Die so genannten Blaulichtorganisationen, wie der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst, sind für derartige Einsätze ausgebildet. Sie sind auch Teil des Bündnisses „Aktion Deutschland hilft“.

Sicher Spenden Hochwasser 2021

Schon 2013 hat die Redaktion des Fundraiser-Magazins die Website Flutspenden.de unter dem Eindruck der damaligen Hochwasserkatastrophe ins Leben gerufen. Diese Seite ist aus aktuellem Anlass jetzt reaktiviert und aktualisiert. Auf Flutspenden.de sind wieder Spendenkonten seriöser Organisationen zu finden. Die Redaktion prüft diese Konten und die dahinter stehenden Organisationen und veröffentlicht diese dann auf der Website. „Leider rufen solche dramatische Situationen, die mit soviel Leid verbunden sind, auch immer wieder Betrüger auf den Plan. Bei Facebook sind bereits erste falsche Spendensammlungen aufgetaucht“, berichtet Matthias Daberstiel, Mitherausgeber des Fundraiser-Magazins. „Wir wollen deshalb seriöse Organisationen benennen, wo die Menschen sicher sein können, dass ihre Spenden auch ankommen.“

Auch die Landkreise und Bundesländer und regionale Organisationen, wie Bürgerstiftungen und Hilfsvereine richten Spendenkonten für Betroffene ein, um direkt vor Ort zu helfen. Dazu kommen noch Online-Spendenmöglichkeiten der großen Hilfswerke, die bereits seit Tagen vor Ort sind und schnell helfen können. Zu nennen sind hier die Bündnisse: Aktion Deutschland hilft und das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe. Auch diese sind auf flutspenden.de verlinkt zu finden. Meist mit dem Zusatz: Spenden Hochwasser.

Woran Spenden-Betrüger erkennen?

Wenn man sich unsicher ist, ob eine Spendenaktion seriös ist, sollte man die Finger davon lassen. Indizien sind Privatkonten oder PayPal-Konten, die von Betrügern gern nutzen. „Nicht alle privaten Spendenaktionen sind unseriös. Aber wir empfehlen Organisationen, die Erfahrung in schneller Hilfe haben oder definitiv gemeinnützig und spendenabzugsberechtigt sind.“ Ein Siegel der Initiative Transparente Zivilgesellschaft oder des Deutschen Spendenrates oder das dzi-Spendensiegel weist zusätzlich auf Seriosität hin.

Besonders bei Aufrufen in sozialen Netzwerken sollte man vorsichtig sein. „Ich empfehle die Absender genau zu prüfen, bevor man sich da beteiligt“, empfiehlt der Experte. Auch Firmen haben Spendenaktionen gestartet. „Wir empfehlen sich nur an Firmenaktionen zu beteiligen, wenn bereits ein gemeinnütziger überprüfbarer Empfänger bei der Aktion genannt wird und dieser die Spendenaktion auf seiner eigenen Website auch veröffentlicht hat. Es gab da in den Hochwasserjahren 2002, 2013 und 2016 bereits viel Ärger, weil Firmen Spenden für Einzelpersonen sammelten und sich dann wunderten, dass gemeinnützigen Organisationen diese aus rechtlichen Gründen nicht annehmen durften“, so Daberstiel. Firmen sollten sich also mit den Empfängerorganisationen vorher abstimmen.

Sachspenden zurückstellen

Erste Anfragen erreichen die Redaktion auch bezüglich von Sachspenden. Spendenexperte Daberstiel rät im Moment noch davon ab. „Es ist toll das Menschen mit Sachspenden helfen wollen, die Not zu lindern. Die Opfer empfinden das auch als Solidarität. Aber für die Hilfsorganisationen ist das schwierig. Sie müssen die Sachen sortieren und dann verteilen. Da werden viele Hände gebraucht, die besser erstmal beim Aufräumen helfen können.“ Die Lager für Kleiderspende sind bei vielen Organisationen wegen der Corona-Krise auch noch voll. Daher gibt es maximal spezifische Bedürfnisse. „Wir empfehlen deshalb immer zuerst bei den Organisationen telefonisch anzufragen, ob Sachspenden wirklich benötigt werden und verteilt werden können“, rät der Experte.


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