14. re:publica Berlin 2020 mit Ise Bosch

Nicht morgen, sondern jetzt – Die re:publica 2020, die große Konferenz für Internet und die digitale Gesellschaft in Europa, setzt in Berlin auf dringliche Themen. Der neue Termin ist 10. bis 12. August 2020.

Die Aufforderung, etwas „as soon as possible“ zu erledigen, als Kürzel auch unter ASAP bekannt, begegnet uns meistens in der Arbeitswelt. Dringlichkeit steckt dahinter. Und Dringlichkeit ist das Motto der re:publica 2020, der Digital-Konferenz für alle.

Der neue Termin ist 10. bis 12. August 2020.

Dabei stellt sich im Alltag immer wieder die Frage, wie dringlich manche Aufgaben tatsächlich erledigt werden müssen. Die re:publica 2020 widmet sich in diesem Jahr deshalb in der Station Berlin der generellen Frage, wie wir zukünftig leben wollen und in welcher Geschwindigkeit wir das tun wollen, wenn alles digital sofort und immer verfügbar ist.

Aufbruchstimmung, Aktionismus und Bewegung sind die Schlagwörter der Gegenwart. Die Konferenz wendet sich programmatisch gegen Demokratieverdrossenheit und fordert uns alle auf, zivilgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die Teilnehmer können sich gemeinsam realen und gefühlten Dringlichkeiten zuwenden, die innerhalb unserer globalen und digitalen Gesellschaft gerade wahrnehmbar sind.

Internationale Referenten – abwechslungsreiche Sessions

Da sich das Motto gerade auch gegen den Ruf nach Beschleunigung wenden kann, ist unter den angebotenen Sessions auch ein Training in intensiver Prokrastination. Weitere Themen sind beispielsweise Tik Tok als angesagter Kommunikations- und Marketing-Kanal. Des weiteren werden Luise Strothmann und Lena Kaiser von der taz erklären, warum es die Tageszeitung am 2022 nicht mehr täglich auf Papier geben wird.

Mitreißen, mobilisieren und aufwecken wollen auch die internationalen Keynotespeaker und Referenten, deren Liste fast endlos erscheint. Mit dabei ist unter anderem Ruprecht Polenz, „Mit Qualitätsjournalismus gegen Filterblasen“ vorgehen will. Die kanadische Politikwissenschaftlerin Bianca Wylie hingegeben befragt die „Stärkung öffentlicher Kontrolle in Demokratien“. Eine weitere Keynote liefern Ise Bosch (Foto) und Claudia Bollwinkel, die sich dem Thema Transformative Philanthropie widmen.

Lesen Sie zu diesem Thema hier auch ein Interview mit Ise Bosch und Justus Eisfeld.

Tickets für die re:publica 2020 gibt es hier.

Ganz „handfest“ und praktisch geht es dann im Park am Gleisdreieck und in der Ladestraße des Deutschen Technikmuseums weiter. Dann lädt das Netzfest zu interaktiven Workshops, spannenden Vorträgen rund um digitale Themen, Führungen, Lesungen, Museumsausstellungen, VR-Installationen und Live-Musik. Stiftungen, Institutionen, Vereine und Kulturprojekte stellen sich vor Ort vor. Da wird gecodet, gebastelt, gehackt, gelernt und getanzt. Und das für alle, kostenlos. Und anlässlich 75 Jahre Frieden in Europa lautet das Motto des Bühnenprogramms „Freiheit“.

Weitere Infos unter www.20.re-publica.com und https://20.netzfest.de

Foto: Lucas Wahl


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